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 Eiliges Treffen

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Sira
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BeitragThema: Eiliges Treffen   Mi März 17, 2010 10:11 pm

Andro stieß einen Fluch aus, als der Major das Gespräch beendete. Da hatte er sich auch schon die nächte Rüge eingefangen. Natürlich hatte er mit gehört um was es ging, aber für ihn persönlich war das nun auch nicht wirklich neu. Dass die Eiswüste mit besserem Gerät genauer überwacht werden sollte war schon seit Jahren ein Gerücht. Und es ließ sich wahrscheinlich eh nicht lange geheim halten wenn es mal so weit war. Tatsache war jedoch, dass Sira's Bruder Marius ohnehin die Informationen hatte dass es nächste Woche so weit gewesen wäre. Andor wollte gar nicht wissen woher Marius das schon wieder wusste! Legal war das gewiss nicht! Aber Marius war ein Techniker, dem von einigen Seiten übel mitgespielt worden war. Dank einiger unguter Vorkommnisse die allesamt seine zweifelhafte Gattin ausgelöst hatte, war ihm eine Laufbahn beim Militär als Techniker versagt. Marius schien das eine Zeit lang ziemlich belastet zu haben, hatte sich aber offenbar damit einigermaßen abgefunden. So sah er es als seine ganz persönliche Aufgabe an seine Schwester so gut es ging auf dem Laufenden zu halten und ihre Ausrüstung immer auf den neusten Stand zu bringen. Zudem kam so das gesamte Team von Sira in den Genuss einiger nützlicher Spielerein, die beim Militär lange Anträge erforderten und eine noch deutlich längere Wartezeit.
Manchmal fragte sich Andro jedoch ob Marius nicht zu weit ging damit alles wissen zu wollen, selbst wenn er dieses Wissen nicht verwendete. Eine Bemerkung Sira's kam ihm in den Sinn: Marius ist nicht dumm. Er weiß sehr gut zu unterscheiden zwischen Sachen die für mich oder uns nützlich sind, und Sachen, die man besser gleich wieder aus seinem Gedächtnis streicht. Er erzählt mir ganz gewiss nicht alles was er weiß. Wissen kann auch gefährlich sein.
Es überrachte Andro fast, wie Recht Sira nun mit ihren eigenen Worten hatte. Wissen kann gefährlich sein. In dem Fall war dem wohl auch so. Andro beschloss die Worte zwischen Ajon und Golan aus seinem Gedächtnis zu streichen und schön brav den Mund darüber zu halten. Schließlich wusste auch er zwischen für ihn wichtigen Sachen und WICHTIGEN Sachen zu unterscheiden.

Andro rannte fast als der das HQ betrat und sich auf den Weg zu den höheren Büros begab. Seine Sorge um Sira musste er sich bemühen in Schach zu halten. Es war nicht einfach! Zu viele Möglichkeiten gingen im durch den Kopf, auch wenn er nicht glaubte dass der Lordinquisitor ihr etwas tun würde. Sira war schließlich durch und durch Imperator-loyal.

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General Yorck
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BeitragThema: Re: Eiliges Treffen   Mi März 24, 2010 8:55 pm


Major Lorentz kam dem Sergeant mit mäßig schnellen Schritten entgegen, er war immerhin nicht sehr weit von den Büros der Generäle entfernt und hatte darum auch keinen Grund zu übertriebener Eile.
Als er Andro erblickte, blieb er stehen und wartete, bis dieser ihn erreicht hatte.
"Sergeant", sprach er dann und salutierte, wie es sich gehörte, bevor er sich unglaublich schnell wieder entspannte und seinen Körper umwandte, um die richtige Richtung einzuschlagen.
Nur wenige Schritte lief er schweigend, bis er sein Gegenüber anblickte und bereits einige Worte verlautbaren ließ.
"Andro, die Generalität weiß scheinbar noch nichts von dem Vorfall, obgleich die zuständigen Ärzte einen Bericht hätten abgeben können...aber hier im Hauptquartier kam nichts bei uns an. Ein Grund mehr, dass mich deine Meldung mehr als nur beunruhigt. Ich überlasse dir die Weitergabe der Informationen an die Generäle, theoretisch müssten sie gerade alle in ihrem Sitzungsraum sein.
Jedoch schätze ich, dass die Meldung, welche du vorzubringen hast, wichtig genug ist, eine Sitzung zu unterbrechen"
, gab er von sich und blieb vor einer Tür stehen, welche zu ihrer Öffnung die Eingabe eines Sicherheitscodes verlangte.
Ajon trat geschwind vor das Eingabefeld und tippte die erforderlichen Zahlen rasch ein, bevor er sich umdrehte und wieder zu dem Sergeant sprach.
"Ich weiß nicht, wie weit dein Wissen diesbezüglich reicht, aber Sira ist eine...", er schien das rechte Wort zu suchen und blickte dazu an die Decke. "...eine...brisante Person", schloss der Adjutant schließlich ab und nickte leicht dazu.
"Wobei ich hier in keinster Weise von ihrem Temperament spreche", fügte er noch mit einem leichten Grinsen hinzu und deutete mit dem Kopf den nun passierbaren Gang hinauf.
"Nun komm. Der Raum befindet sich im nächsten SIcherheitsabschnitt", wurde der Sergeant informiert und anschließend schitt der Major weiter mit ihm durch die Gänge.
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Sira
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BeitragThema: Re: Eiliges Treffen   Mi März 24, 2010 9:56 pm

Andro machte Ajon schon von Weitem aus. Er salutierte ebenso zackig mit einem schnittigen Sir und wechselte dann ebenso seine steife Haltung zu einer angemessenen Haltung. Er folgte ihm augenblicklich und ließ seinen Vorgesetzten reden, während er aufmerksam zuhörte. Dass die Generalität bei einer Person wie Sira nicht informiert worden war, dass man sie auf eine absolut indiskutable Station verlegt hatte, ließ Andro schließen dass da etwas gewaltig vor sich hin faulte und schon sehr stark zu stinken begann! Und nun brauchten sie einen Spürhund der die Quelle dieses wabbernden Gestanks aufspürte.
Aufhorchen tat Andro jedoch bei dieser unerwünschten Information dass ER mit der Generalität sprechen sollte! Na, phantastisch! Genau das was ihm an diesem Tag zu seinem "Glück" noch fehlte! Sein Gesicht sprach einen Moment ganze Enzeklopädien, er brachte es aber rasch wieder unter Kontrolle und fügte sich in sein unvermeidliches Schicksal.

"Brisante Person!", schnaubte er leise. "Verzeih' wenn ich so offen spreche, aber bei dir kann ich wenigstens auch mal meine Meinung äußern ohne befürchten zu müssen mich anschließend als stummer Invalide mit komischen Verränkungen zu verständingen. Brisante Person ist wohl ziemlich untertrieben! Ich habe keine Ahnung wie sie es bei den Verwandschaftsbeziehungen geschaft hat beim Militär einzusteigen. Entweder hat jemand beim Auswahlverfahren geschlampt, oder aber man wollte sie unbedingt mit dabei haben. Wie im übrigen den Rest ihrer Familie.
Gegen ihre Fähigkeiten kann ich nichts sagen. Temperamentvoll, da muss ich dir wohl oder übel zustimmen. Wie ihr Vater und Gottlieb schwimmt sie gerne gegen den Strom."


Das tat die Familie Thanatos wohl überaus gern! Doch der ständige Widerspruch von Sira gegen Autoritäten lag wohl auch an der merkwürdigen Beziehung zu ihrer verstorbenen Mutter. Sira mied dieses Thema, aber da Andro sie nun schon einige Jahre kannte wusste er doch einige unangenehme Dinge darüber.

"Ajon, es ist jetzt nur eine Vermutung, aber wenn jemand die Information dass Sira verlegt wurde unterschlagen hat, dann ist da jemand am Werk, der genau das macht, was wir alle befürchten: Er oder sie versucht an eine brisante Person heran zu kommen.
Auch wenn es mir nicht gefällt und sicher nicht passt, so ist das Auftauchen des Lordinquisitors ein wahrer Glücksfall! Das hätte sonst ganz anders ausgehen können. Vielleicht wäre es auch gut gegangen da ich in den nächsten Minuten gekommen wäre.
Was mir sicher nicht weniger als dem Generalstab gefällt, ist dass Sira ins Inquisitions-Lazarett verlegt wurde. Der Lordinquisitor ist allerdings dafür bekannt dass er Nägel mit Köpfen macht und nicht lange zögert, wenn es die Interessen der Inquisition wahrt. Inquisition und Militär haben größtes Interesse daran dass Gottlieb seine speziellen Dienst weitestgehend auf dieses beiden, wenn mögich nur auf eine von beiden Organisationen lenkt. Beide Organisationen haben Panik davor dass man Gottlieb in die Enge treiben könnte - was mit Sira zweifellos der Fall wäre.
Nicht zu vergessen Marius, dessen Akte du - da bin ich mir sicher - gewiss auswendig kennst.
Alles in Allem laufen die Dinge gerade in eine Richtung die uns nicht gefällt! Aber ich habe keine Ahnung was ich den Generälen erzählen soll, außer dass Sira offenkundig ins Inquisitions-Lazarett verlegt wurde und zuvor auf einer Station war, auf die sie nicht hätte sein sollen."

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BeitragThema: Re: Eiliges Treffen   Fr März 26, 2010 3:36 pm


Ajon hielt an und drehte sich wieder zu Andro, als dieser zu sprechen begann.
Erst nickte er auf dessen Worte zustimmend, dann jedoch geriet er in das Stocken, sah den Sergeant leicht verwundert an, ließ ihn jedoch ausreden.
Der Major hatte die Lippen fest aufeinander gepresst und war offenbar nicht bester Dinge und in einigen Punkten sicher nicht mit dem einverstanden, was ihm da eben gesagt worden war.
"Ich glaube, du hast da eine Sache etwas falsch verstanden, Andro", begann er darum und war nun seinerseits bestrebt, offen zu sprechen, sofern das in dem ihm zugeteilten Rahmen der Zuständigkeit lag.
"Es ist nämlich keinesfalls so, dass Sira zufällig oder aufgrund unglücklicher Verstrickungen verlegt wurde, nein, vielmehr habe ich persönlich ihre Verlegung veranlasst. Und das ist - wie du sehr gut erwähntest - mit der gewissen Gefährlichkeit verbunden, die ausgeht, wenn man sie in die Finger bekommt. Dieser Teil des Lazarettes steht im Normalfall unter besondere Beobachtung und auch das Personal dort ist geschulter, als in anderen Bereichen. Die Generäle wussten selbstverständlich auch über den Sachverhalt bescheid.
Dass ich weder dir noch jemand anderem von dieser Verlegung berichten konnte, musst du verstehen. Je mehr davon wissen, desto brisanter kann das alles werden. Erst recht, nachdem wir bei einer ersten Analyse eures Funkverkehres bei dem Vorfall im Wohnviertel darauf aufmerksam wurden, dass das Wissen über Siras Verwandtschaftsbeziehungen zu Gottlieb sich scheinbar nicht nur in unseren Reihen bewegt"
, klärte er ihn auf und nutzte seine Hand dabei leicht, um die Worte durch vage Gesten zu unterstützen. Ein kurzer Seufzer löste sich von seinen Lippen und er blickte sein Gegenüber ernst an.
"Ich habe keine Ahnung, weshalb wir keine Meldung erhalten haben und es beunruhigt mich ebenso, wie dich, aber das ist eine Sache, um die wir uns später kümmern werden. Zuerst müssen wir zusehen, dass wir Sira wieder aus den Klauen der Inquisition befreien können...", teilte er weiterhin mit und sein Blick verfinsterte sich.
"Du solltest wissen und darfst es ihr gerne mitteilen...", begann er daraufhin erneut und deutete mit dem Zeigefinger fast schon anklagend auf Andro, "...dass das Militär ihren zunehmenden Umgang mit dem Lordinquisitor mit wachsendem Missfallen beobachtet. Da können wir es auch nicht noch gebrauchen, dass sie nun Tage und Wochen in deren Hauptquartier verbringt...", zischte er gegen Ende nunmehr und wirkte wie von Groll und aufkeimendem Abscheu gepackt, als er darüber sprach.
"Das Auftauchen des Lordinquisitors war kein Glück, der Lordinquisitor hat hier nichts verloren...das ist das Lazarett des Militärs und wir haben hier die Befugnis! Der Lordinquisitor -", formulierte er zuerst immer aufgebrachter und wütender, bis er plötzlich stoppte tief durch atmete, sich wieder zu fangen schien.
"Komm", meinte der Major nur noch knapp, machte auf dem Absatz kehrt und schritt geradewegs auf eine Kontrollstation zu.

Nach einem kurzen Wortwechsel mit den zuständigen Wachen, welche den Major zu kennen schienen, nickten diese und die beiden Personen wurden durch die Sicherheitsschleuse gebracht.
"Dort hinten ist es." Ajon schritt auf eine Türe zu und hielt vor dieser einen Augenblick inne.
"Berichte ihnen so umfangreich du kannst, wenn möglich, wie viele Ärzte wann wohin gelaufen sind und in welchem Zimmer sie genau war und was du über das Erscheinen des Lordinquisitors in Erfahrung bringen konntest....und....ich hoffe du magst geballte Macht", sprach er mit einem leichten Grinsen zu Andro, öffnete die Türe und trat ein.
"Die Herren Generäle, Sir!", konnte man ihn daraufhin zusammen mit einem zackigen Salut und angespannter Haltung rufen hören, als vier Blicke sich auf ihn richteten.


"Major? Ich hoffe, sie haben eine gute Erklärung für die unangemeldete Störung, wir sind in einer wichtigen Besprechung", teilte ihm Miguel de Luiges, einer der vier Generäle mit und blickte den Major zweifelnd an.
"Diese Erklärung habe ich, Sir. Sergeant!", antwortete dieser, Salutierte erneut und trat einen Schritt zur Seite, damit Andro mehr Platz hatte, seinen kurzen Fallbericht vorzutragen.
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Sira
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BeitragThema: Re: Eiliges Treffen   Fr März 26, 2010 6:11 pm



Hätte Andro sich nicht so gut unter Kontrolle gehabt, so wäre ihm bei den Worten des Majors sicher die Kinnlade bis auf den Boden geklappt! Sira wurde von den eigenen Leuten dort hin verlegt?! Kein Missverständnis oder mutwillige Bösartigkeit, sondern einzig zu ihrem Schutz?! Verstehen konnte das Andro gewiss, aber im gleichen Maße machte es ihn auch zornig dass er nichts davon gewusst hatte! Obschon er sich nicht einbildete dass er in der Befehlsgewalt so wichtig war, dass man es für nötig hätte befinden müssen. Nein, er war ja nur ein kleines Lämpchen, das jetzt auch noch vor vier große Flutscheinwerfer geschoben wurde. Das ihm gerade zum Erbrechen übel war hätte er niemandem erzählen brauchen. Die Situation war nun alles andere als leicht zu durchschaun oder gar rosig. Gerne hätte er auch mit Ajon noch ein Wort mehr gewechsel, aber dazu kam es nun leider nicht mehr.
Er salutierte zackig und mit ernstem Gesicht, seine persönlichen Gedanken und Gefühle erst einmal in die hinterste Ecke seines Gehirns verschiebend. Mit diesen konnte er sich später neuerlich befassen.

"Sir, ich komme geradewegs aus dem Lazarett, von welchem aus ich den Major bereits über den Umstand informiert habe, dass Master Sergeant Thanatos vom Lordinquisitor ins Inquisitions-Lazarett verlegt wurde", er bemühte sich seiner Stimme einen sachlichen Ton zu verleihen, war sich aber nicht sicher ob ihm das so gelang wie er sich das vorstellte. "Nach meinen raschen Nachforschungen ist der Master Sergeant offensichtlich aufgewacht und hat in ihrer Verwirrung sich ausgerechnet in Bereich 6C aufzuhalten, in dem sie untergebracht war, die Flucht nach vorne angetreten und wollte diesen verlassen. Aus mir unbekannten Gründen hielt sich der Lordinquisitor ebenfalls dort auf und sie scheint ihm direkt in die Arme gelaufen zu sein, Sir, worauf dieser ihre sofortige Verlegung ins Inquisitions-Lazarett persönlich vornahm.
Mir wurde vom Major mitgeteilt, dass im HQ keine Meldung eingegangen sei, dass der Master Sergeant von Station 3A auf 6C verlegt wurde. Da ich zu dem Zeitpunkt als ich mich auf die Suche nach ihr in 6C begeben habe, nichts davon wusste, habe ich mich darauf beschränkt rasch die Eckpunkte ihrer Verlegung zu erfahren und den Major umgehend zu verständigen. Als ich auf 6C war, waren 4 Schwestern unmittelbar anwesend, sowie ein Arzt. Außer den reichlichen Patienten befanden sich keine weiteren Personen dort, weder in dem einen Raum, den ich einsehen konnte, noch auf den Gängen. Die meisten Türen waren geschlossen, Sir."


Das war die rasche Zusammenfassung. Er musste ja nicht noch ausführen wie er den Schwestern und einem Arzt auf 3A auf die Füße getreten war, bis diese sich endlich mühten den neuen Standort von Sira heraus zu finden, der Andro dann auch in Eile versetzt hatte und schlimmste Dinge befürchten ließ. Ein tröstlicher Gedanke war immerhin, dass er wenigstens halb Recht gehabt hatte! Bringen tat ihm dies nun aber reichlich wenig. Auch die Tatsache dass Sira sich in der Obhut des Lordinquisitors befanf war ein emotionales Hin und Her. Andro wusste nicht ob es ihn beruhigen oder in Panik versetzen sollte!
Nun stand er ruhig da und wartete darauf dass man ihn entweder aufforderte noch etwas hinzu zu fügen, oder aber um sich schweigend zu verkrümeln.

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BeitragThema: Re: Eiliges Treffen   Fr März 26, 2010 6:12 pm

Gottlieb war sauer. Richtig sauer! So sauer, dass sich nicht mal die Eiswachen trauten wieder in seinen Laden hinein zu kommen, nachdem er die beiden mit ihren Eislanzen und der schlechtesten aller schlechten Nachrichten wutschnaubend vor die Tür gesetzt hatte. Sie sorgten nun dass niemand hinein ging. Zum einen um Gottlieb zu schützen, zum anderen aber auch um die Leute vor Gottlieb zu schützen. Diesen kümmerte das gerade überhaupt nicht. Stattdessen griff er nach einem Kommunikator und wählte Andro's Nummer. Eine Computerstimme wies ihn höflich, aber entschieden ab. Mistkerl!
Gottlieb fluchte so laut, dass es die Eiswachen draußen noch hörten und kurz einen vielsagenden Blick wechselten. Es war zwar ihre Aufgabe den Waffenmeister in die Inquistion zu bringen, doch sie würden den Teufel tun und sich mit Gottlieb anlegen! Eiswachen waren DIE Elite, aber Gottlieb war eine Ein-Mann-Armee und ebenso bewaffnet. Sich mit ihm direkt anzulegen war schon Dummheit, die erschossen gehörte.

Gottlieb kramte einen anderen Kommuniktaro hervor. Ein kleines Gerät, dass gewiss jede Legalität sprengte und selbstverständlich von Marius gebaut worden war. Extra für ihn und nur nach mehrwöchigem Beknien.
Gottlieb schaltete es ein, gab die Nummer von Andro ein und hackte sich kurzerhand in dessen Kommunikator, der an, aber lautlos gestellt war. Typisch! Da wollte man einmal was von dem Jungen und dann war er nicht zu sprechen!
Gottlieb war durchaus klar, dass Andro hätte in einer wichtigen Besprechung mit seinen Vorgesetzten hätte sein können, aber das war ihm vollkommen egal. Grimmig dachte er daran, dass wenn das Militär ihn raus werfen würde, er den Jungen endlich einstellen konnte. Darauf hin arbeitete er schließlich auch schon seit geschlagenen zwei Jahren!

So tönte zu Andro's Erschrecken plötzlich und unerwartet die zornige Stimme von Gottlieb aus seinem Kommunikator, obwohl er wusste dass er diesen zuvor lautlos gestellt hatte und dass er ja nicht dran gegangen war, was bei seinem älteren Modell normal ein Muss gewesen wäre.

"Andro, ich gebe dir genau 15 Minuten Zeit um deinen Arsch in meinen Laden zu schwingen", sagte Gottlieb drohend und seinen Zorn entladend. "Wenn du dann nicht hier bist, dann kannst du davon ausgehen dass du dich die nächsten Wochen nicht mehr in meiner unmittelbaren Umgebung blicken lassen solltest, weil ich dich dann Stück für Stück vom Haar auf deinem Schädel bis hin zu deinen Zehennägeln auseinander nehmen werde! Ich will wissen was genau mit Sira passiert ist! Und ich will, dass du deinen Vorgesetzten steckst, dass sie die Termo-Raketenwerfer vergessen können, wenn in der gleichen Zeit nicht dieses Aufgebot an unfähigen Undercoversoldaten rund um meine Läden verschwunden ist! Und falls du nebenbei auch noch den Lordinquistior siehst oder einen seiner kurzbeinigen Helfer, dann kannst du ihm von mir bestellen, dass er seine verdammten Eiswachen sofort wieder hier abzieht, oder er kann seine Lieferung auch vergessen! Ich schalte die Stoppuhr an, also schwing deinen Arsch hier her. 15 Minuten!"

Im Verlauf war die Stimme von Gottlieb immer lauter und zorniger geworden. Andro starrte kreideweiß auf seinen kleinen Kommunikator am Gürtel, der sich selbst wieder aus schaltete. In dem Moment wusste er nicht was schlimmer war. Von Gottlieb ganz gewiss auseinander genommen zu werden, oder von der Generalität auseinander genommen zu werden...
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General Yorck
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BeitragThema: Re: Eiliges Treffen   So März 28, 2010 9:44 pm

Alle Blicke, ausgenommen jene Ajon's waren auf Andro gerichtet, als dieser sprach und seine Meldung zu Gehör brachte.
Nachdem er geendet hatte, war es einen nachdenklichen Augenblick still, man konnte meinen, zu hören, wie die Generäle über seine
Worte nachdachten.

"Die Inquisition hat sich des Master-Sergeants bemächtigt?", fragte General de Luiges ungläubig und blickte seine Kollegen fragend an.

"Das geht entschieden zu weit, der Lordinquisitor kann sich nicht ständig in unsere Angelegenheiten einmischen, es-", antwortete
Berngar Yorck gerade, als er prüde von einer zornigen Stimme unterbrochen wurde, die man eindeutig dem Waffenhändler Sanft-Mut zuordnen konnte.
Nun genoss der Sergeant zweifelsohne die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Anwesenden. Es wäre nicht verwunderlich gewesen, wenn dem einen oder
anderen hier die Kinnlade herunter geklappt wäre, doch dieses Mal wurde sich darauf beschränkt, lediglich entgeistert zu starren.
Als der Kommunikator deaktiviert wurde, tauschten die Generäle wenige Blicke aus, während Ajon nach wie vor auf Andro blickte und absolut sprachlos war.

"Für wen hält dieser verfluchte Waffenhändler sich?" , wurde die deutlich zornige Stimme eines weiteren Generals, Thoraz Eraw, laut, der
dazu genüsslich mit der Faust auf den Tisch schlug.
"Wie kommt er dazu, uns so offensichtlich zu drohen? Und hat nicht einmal den Schneid, uns solch eine Unverschämtheit ins Gesicht zu sagen!
Ich bin außer mir, das ist doch-"
, wollte er weiter sprechen, wurde jedoch von dem Signal einer eintreffenden Nachricht unterbrochen, welches Berngar
dazu brachte, auf einen Knopf vor sich zu drücken.
"Ja?", vernahm man seine gereizte Stimme.
"Sir, eine Meldung der Dringlichkeitsstufe Eins von Leutnant Limes", erklang eine weibliche Stimme, welche offenbar zuvor den Leutnant
in Empfang genommen hatte. Oder vielmehr seine Meldung.
Nach einem kurzen Aufsehen beugte sich Yorck wieder hervor und sprach erneut, während General Eraw wieder einigermaßen zu beruhigen schien, so schwer
das in diesem Augenblick auch wirkte.

Es klickte kurz und ein leises Piepsen war zu vernehmen, ehe der Leutnant sich zu Wort meldete.

"Sir!
Sie werden es nicht glauben, aber so eben erreichten mich nahezu zeitgleich eilige Meldungen sämtlicher Posten, dass scheinbar jedes Familienmitglied
des Master-Sergeants Sira von der Inquisition einen Besuch erhielt oder gerade erhält. Was sollen wir tun?"
, erkundigte er sich und wirkte sehr aufgeregt
und leicht verunsichert.
"Das...nichts, Leutnant. Bleiben sie und erwarten sie weitere Befehle"
"Verstanden, Sir!"
Ein weiteres Klicken. Die Verbindung war unterbrochen.
"Was zum Teufel geht hier vor sich?", schrie General Eraw regelrecht, als er so heftig aus seinem Stuhl aufsprang, dass dieser scheppernd zu
Boden fiel.
"Würde mich bitte jemand aufklären, wieso hier alles Kopf steht und wir von nichts auch nur den Hauch einer Ahnung haben? Was soll das hier sein?
Eine Verschwörung? Ich fasse es nicht! Die Inquisition, der Waffenhändler, was ist bloß in diese Leute gefahren! Haben alle auf einmal den Verstand verloren?
Das kann so doch nicht angehen! Wir haben Gewalt über unser Lazarett und der Lordinquisitor nichts dort verloren! Wir haben eine Bestellung aufgegeben und der
Waffenhändler uns nicht damit zu erpressen! Das ist doch der Gipfel! Was geht hier vor sich?!?"

Der General schien sich die Seele aus dem Leib schreien zu wollen, so laut wurde er zeitweise. Man konnte den Eindruck gewinnen, jahrelang aufgestauter Zorn
entlud sich nun mit einem Male, in wenigen Worten. Dabei lief er aufgebracht umher und gestikulierte wild mit seinen Händen, wozu sein Kopf hochrot anlief.
Der vierte und letzte General im Bunde, Mikael Kolon, hatte sich langsam erhoben und hielt nun seinen Kollegen behutsam fest.

"Beruhige dich, Thoraz. Das bringt uns nicht weiter in unserem Bestreben, wenn du hier aus der Haut fährst, so verständlich das auch ist", redete
er zügelnd auf ihn ein und nickte leicht dazu, während einige Falten in seinem Gesicht sich vertieften.
Zornig wurde er dafür angeblickt und Eraw schnaubte.
"Wir müssen unverzüglich etwas unternehmen", stellte er fest und hatte sichtbare Mühe, an sich zu halten.
"Dem pflichte ich bei. Je mehr Zeit wir nun verstreichen lassen, desto weniger können wir herausfinden und reagieren, das muss sich ändern"
"Ich werde den Lordimperator persönlich aufsuchen und mit ihm über die Sache mit Master-Sergeant Sira und ihrer Familie reden. Er schuldet mir
noch einen Gefallen."

Berngar Yorck nickte. "Einverstanden", sprach er, "Du hast ohnehin den besten Draht zu ihm."
Schweigende Zustimmung schlug ihm entgegen.
Ein weiterer Moment verstrich, als weiter nachgedacht wurde.
"Ich selbst suche das Lazarett auf und befrage die dortigen Ärzte über den Vorfall und weshalb wir keine Meldung erhielten. Zudem denke ich, dass-"
General Yorck unterbrach sich selbst, als sein Blick auf Sergeant und Major flielen, welche immer noch nahe der Türe standen.
Er sah zu seinen Kollegen und wieder zu den beiden Offizieren zurück.
"Sergeant, sie sollten sich beeilen. Es sind sicher schon einige Minuten verstrichen", wies er ihn ab und wies mit dem Kopf in Richtung Ausgang.
"Major, sie begleiten ihn. Teilen sie unser Bestürzen mit", fügte er schließlich noch an und erhielt ein sofortigen Salut vom Ajon.
"Jawohl, Sir! Sofort, Sir!", rief er dazu und wandte sich schon zur Türe, als sie noch einmal aufgehalten wurden.
"Sergeant", begann General de Luiges, "Ich erwarte, dass sie mir, sobald sie zurück sind, ihren Kommunikator aushändigen", wies er ihn
an und sah wohl einen Augenblick länger, als unbedingt nötig, zu ihm herüber.
"Und nun gehen sie. Beide."
"Sir!" Noch einmal salutierte Ajon und verließ mit eiligen Schritten und Sergeant Andro das Zimmer, schloss rasch die Türe hinter sich und blieb erst stehen,
als sie die Sicherheitskontrolle erneut passiert hatten.
"Andro, wie du siehst, scheint es nicht gerade rosig zu sein, was hier vorfällt." Er blickte auf eine Uhr.
"Weniger als Zwölf Minuten, das wird eng. Komm, hier entlang", sprach er weiter, ging sofort wieder los, rannte dabei fast, und schlug einen kleinen Seitengang ein.
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